Kloster Cismar (ehemaliges
Benediktiner-Kloster)
Die
Klosteranlage |
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Der heute zu besichtigende Chor der ehemaligen Klosterkirche ist
der Rest einer gewaltigen Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert. Die einschiffige Kirche
war 60 m lang. Das Laienschiff wurde im 18. Jahrhundert in ein Herrenhaus umgebaut (jetzt
Kunstmuseum).
Der Chor blieb als Privatkapelle des jeweiligen Gutsherren erhalten. Er wurde 1238
begonnen. Ihre endgültige Größe erhielt die Kirche um 1260. Die Klosteranlage zählt zu
den eindrucksvollsten Vertretern norddeutscher Backsteingotik. In der Rückwand der
heutigen Kirche befinden sich Reste des kunstvollen Lettners mit der Lettnertür. Die
Nordseite des Laienschiffes war durch Seitenkapellen erweitert, an der Außenwand sind die
Bogenansätze noch gut zu erkennen. Von den drei Gebäuden für den Konvent sind nur noch
Reste erhalten. Das westliche Gebäude wurde abgerissen (1835), auf den Grundmauern der
anderen stehen eingeschossige Gebäude, die im Mittelalter die gewaltige Höhe des
Kirchendaches hatten und den Klosterhof in geschlossenem Viereck einrahmten. Die Ansätze
eines Kreuzganges sind im Mauerwerk rings um den Hof erhalten (abgeschlagene
Kapitellsteine). In den wuchtigen Kellergewölben befindet sich der Brunnen einer
mittelalterlichen Heilquelle. Die jetzige Cafeteria war ein Teil des Refektoriums
(Speisesaal der Mönche). Oberhalb des Refektoriums leben Kunststipendiaten des Landes
Schleswig-Holstein. Der Klosterbezirk wird nach außen durch einen breiten Graben und eine
Wallanlage abgeschlossen.
Nordwestlich der Klosterkirche steht das kleine "Jägerhaus", im vorigen
Jahrhundert Finanzamt des Kreises und im Westen das im dänisch-klassizistischen Stil
erbaute "Weiße Haus", jetzt Literaturzentrum und Heimstatt der Lyrikerin Doris Runge.
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Im Sommerhalbjahr:
Führungen durch Klosteranlage und Kirche (mit
Altar), ca. 1 Stunde:
Mittwoch und Sonnabend 17 Uhr
(Sonderführungen für Gruppen nach Vereinbarung Tel. und Fax 04366/1288;
Haus der Natur - Cismar)
© Dr. Vollrath Wiese,
www.hausdernatur.de
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