Kloster Cismar (ehemaliges Benediktiner-Kloster)



Der 
Altar 


Mittleres Feld des Altars:
Szenen aus dem Leben Christi

Altarausschnitt, Kloster Cismar

Der kostbarste Rest des Klosterschatzes ist der Altarschrein, kurz nach 1300 in einer Lübecker Schnitzerwerkstatt geschaffen. In seinen Türmen stehen die Schutzpatrone des Klosters: Links Johannes der Evangelist, in der Mitte Maria mit dem Kind und rechts Benedikt. Bilder aus Benedikts Leben sind auf dem rechten Altarflügel dargestellt, auf dem linken solche von Johannes. Im Schrankinnern wurde die kostbare Reliquiensammlung aufbewahrt. Die Darstellungen im Innern zeigen das Evangelium von Christus, im Mittelpunkt die Geißelungsszene, vor der die Blut-Christi-Reliquie lag. Christi Leben wird verdeutlicht durch Evangelisations-Symbole (Tierdarstellungen in den Medaillons), durch alttestamentliche Geschichten in den Dachschrägen (die auf die Passion hindeuten) und durch Märtyrergestalten an den Innenseiten des Schreines. Der Altar gilt wegen seines Alters, der über 120 Einzelfiguren und der künstlerischen und theologischen Komposition als einmaliges Werk der Gotik. Er ist der älteste geschnitzte Altarschrein, den die Kunstgeschichte kennt. 

Kloster Cismar, Altar im Chorraum  

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Im Sommerhalbjahr:
Führungen durch Klosteranlage und Kirche
(mit Altar), ca. 1 Stunde:
Mittwoch und Sonnabend 17 Uhr
(Sonderführungen für Gruppen nach Vereinbarung
Tel. und Fax 04366/1288; Haus der Natur - Cismar)

 

© Dr. Vollrath Wiese,   www.hausdernatur.de                                                     zurück zum Index

 

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